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Lachenmann Art | Konstanz

[un]Sichtbar

VIP preview                   Samstag  27.22.2021    16-18 Uhr
Vernissage                     Samstag 27.11.2021     18-21 Uhr

Ausstellungsdauer      29.11.2021 – 27.01.2022
Glühweinsoirée             Donnerstag 9.12.2021   18-21 Uhr
Weihnachtspause        23.12.2021 – 03.01.2022


LACHENMANN ART
Kreuzlinger Straße 4
D-78462 Konstanz
http://lachenmann-art.com


>(un)Sichtbar< 

Sandra Schlipkoeter legt ihren Arbeiten ein physikalisches Phänomen zugrunde, welches sie aus dem Raum des Un-Sichtbaren isoliert und es in einen sichtbaren Kontext überträgt. Interferenzen sind Überlagerungen von Wellen im optischen Raum, die komplexe Linienmuster erzeugen und die mittels eines digitalen Fotos in den Computerbildschirm sichtbar gemacht werden. Wellenartige Linien scheinen sich in nicht definierbarer Rhythmik auf dem Bildschirm zu manifestieren. In ähnlicher Art beweist sich das Phänomen des Lichts, als nicht greifbares, aber dennoch stets anwesendes Momentum. Die Künstlerin bedient sich jener nicht haptischen Sphären und übersetzt sie in eine gegenständliche, skulpturale, sowie malerische und installative Kunst.

Die gerahmten Werke Sandra Schlipkoeters beweisen sich als mehrschichtige Arbeiten, die sich in bewegten Wellen und Linien artikulieren. Die zahlreichen Ebenen werden dynamisch miteinander verwoben, zitieren die grafischen Linien der digital erzeugten Störungen und bieten uns somit einen spannenden, nicht ganz eindeutigen Moment der Betrachtung. Diese Bildgestaltung basiert auf einem wohldurchdachten und über die Jahre gründlich erforschten Vorgehen von Seiten der Künstlerin. Dabei nähert sie sich dem ephemeren Phänomen von künstlerischer Seite über das Ausloten unterschiedlicher Kombinationsmöglichkeiten und der technologischen Artefakte.

Neben den vielschichtigen Scherenschnitten, die sich mehrdimensional miteinander verflechten, beweist die Künstlerin darüber hinaus ihr handwerkliches Können auf Ebene der klassischen Ölmalerei. In illusionistischer Manier bannt sie ein Licht- und Schattenspiel auf Leinwand, welches die digitalen Interferenzen zitieren und sich erst im genauen Hinsehen als solche erkenntlich zeigen. Hierbei spielt die Künstlerin mit Farbverläufen und fingierter Bewegung in einem undefinierbaren Raum.

In der Einzelausstellung in den Konstanzer Galerieräumen wird die Künstlerin außerdem eine raumbezogene Installation präsentieren, die sie in der direkten Auseinandersetzung mit dem Ort und dessen Wirkung entwickelt. Die einfarbigen Objekte spielen dabei mit einem mehrschichtigen Dualismus: Licht und Schatten, Leerstellen und Material, sowie mit Sichtbarem und Unsichtbarem.

Sandra Schlipkoeter, die in Solingen geboren ist und mittlerweile in Berlin lebt, studierte unter anderem bei Professor Eberhard Havekost an der Kunstakademie Düsseldorf und erlangte 2011 den Titel als Meisterschülerin. „Ich fokussiere mich in meiner Arbeit auf die Sichtbarmachung eines unsichtbaren Phänomens, das ich in einer 100stel Sekunde mit einer Kamera sichtbar mache. Dieses übertrage ich künstlerisch in tage- und wochenlanger Arbeit auf Leinwand, in Scherenschnitte und in Skulpturen.“, fasst die Künstlerin ihr spannendes und, im wahrsten Sinne des Wortes, vielschichtiges Werk zusammen.  

>(un)Sichtbar< 


Sandra Schlipkoeter bases her works on a physical phenomenon that she isolates from the space of the invisible and transfers it into a visible context. Interferences are superpositions of waves in optical space that create complex line patterns and are made visible by means of a digital photograph into the computer screen. Wave-like lines seem to manifest themselves in indefinable rhythm on the screen. In a similar way, the phenomenon of light proves to be an intangible yet ever-present momentum. The artist makes use of these non-haptic spheres and translates them into representational, sculptural, painterly and installative art.

Sandra Schlipkoeter’s framed works prove to be multi-layered, manifesting themselves in moving waves and lines. The numerous layers are dynamically interwoven, quoting the graphic lines of the digitally generated disturbances, thus offering us an exciting, ambiguous moment of contemplation. This pictorial design is based on a well-thought-out approach on the part of the artist that has been carefully studied over the years. She approaches the ephemeral phenomenon from the artistic side by exploring different possible combinations and the technological artefacts.
In addition to the multi-layered silhouettes, which interweave with each other in several dimensions, the artist also demonstrates her craftsmanship on the level of classical oil painting. In an illusionist manner, she captures a play of light and shadow on canvas, which quotes the digital interferences and only becomes recognisable as such when one looks closely. Here the artist plays with colour gradients and fictitious movement in an indefinable space.
In the solo exhibition in the Constance gallery space, the artist will also present a space-related installation, which she develops in direct confrontation with the location and its effect. The monochrome objects play with a multi-layered dualism: light and shadow, voids and material, as well as the visible and the invisible.
Sandra Schlipkoeter, who was born in Solingen and now lives in Berlin, studied among others with Professor Eberhard Havekost at the Düsseldorf Art Academy and attained the title of master student in 2011. „In my work, I focus on making an invisible phenomenon visible, which I make apparent in a 100th of a second with a camera. I artistically transfer this to canvas, silhouettes and sculptures in days and weeks of work,“ the artist summarises her exciting and, in the truest sense of the word, multi-layered work.

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Women Art Prize/ X-treme
Alle Wettbewerbsbeiträge  werden bis August online gezeigt. Bis dahin wird  die  Jury  entscheiden, welche Künstler die Hauptpreise gewinnen werden. Aber unabhängig von der Jury-Entscheidung geht es bei diesem Kunstpreis um das Zeigen und Gezeigt werden. 
Es gibt unheimlich viele tolle Künstlerinnen und Positionen zu entdecken. 
Also einfach mal durch scrollen

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REVIEW
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WIDERSCHEIN

Ausstellung zum Tag des Offenen Denkmals im ehemaligen Gefängnis des Amtsgerichts Köpenick 

11./ 12. September 2021
Samstag 10– 24 Uhr, Sonntag 10 – 21 Uhr

Zum Tag des offenen Denkmals lädt die Kunstanstalt KuKuK e.V. verschiedene Künstler*innen ein und eröffnet dem Publikum Perspektiven, die einzigartige Architektur, Akustik und Geschichte des ehemaligen Amtsgerichtsgefängnis Köpenick durch deren Augen und Ohren zu erleben. Als Auftakt der Ausstellungsreihe “Zellkultur“, die sich mit dem Ort und seiner wechselvollen Geschichte auseinandersetzt, bespielen die Künstler*innen das Hauptgebäude des historischen Gefängnisses mit einer Gruppenausstellung.

Sebastian Klug
Giuliana Pugliese
Sandra Schlipkoer
Jan-Peter E.R. Sonntag

Alice Stokes